GESCHICHTE

 

Am 1. Januar 1920 trat die 18. Abänderung der Amerikanischen Verfassung in Kraft, die unter anderem die Produktion, die Verwertung, sowie den Transport von Alkohol im gesamten amerikanischen Bundesgebiet verbat. Woodrow Wilson, Präsident der USA meinte, die Staatsbürger sind reif genug für ein Experiment, dessen Ziel die Liquidation des Alkohols ist, der schon so viel Probleme und tödliche Tragödien verursachte.

Aber er irrte sich: in den folgenden „alkoholfreien” Jahren verzehrten die Amerikaner genauso viel Alkohol, wie vorher, als Alkohol noch legal war. Die Gangsterbanden richteten ihre geheimen Alkoholfabriken ein und betrieben versteckte Schankstuben – die sogennanten ”Flüsterer”. Hier konnte man jede Menge seines Lieblingsalkohols trinken. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Besitzer, der auch den Namen gab des Cotton Clubs, Owney Madden, auch Gangster war. Madden kaufte den Cotton Club von Jack Johnson, einem Schwergewichtskämpfer.

Es befand sich in der 42. Strasse, Ecke ”Lenox Avenue” – und zugegeben - es war leider in Konkurs geraten. Die Geschichte von Cotton Club began also im Harlem.

Die Künstler, die hier auftraten, waren Farbige, während die Besitzer und die Gäste von einigen Ausnahmen abgesehen von weisser Hautfarbe waren. Diese ”weisse” Geschäftspolitik hat dazu beigetragen, dass nicht nur in New York, sondern weit über die Grenzen hinaus, der Cotton Club berühmt und anerkannt wurde. Die Gäste kamen aus der ganzen Welt, um eben auch einmal dem besonderen Flair der vermögenstenen und einflussreichsten Klientel des Cotton Clubs in der Stadt ”die niemals schläft” beizuwohnen.

Die grössten und berühmtesten ”schwarzen” Musiker gaben hier Konzerte, wie Bing Crosby, Cab Calloway, Duke Ellington. Die ”klassische” Gangsterwelt hat sich mit der Auflösung des Alkoholverbots zum Teil aufgelöst und sich neue ”Betätigungsfelder” gesucht.

Heute macht man keine Unterschiede mehr unter den Besuchern des Cotton Clubs. Natürlich ist die Bedeutung des Cotton Clubs in der heutigen Zeit anders. Aber wo auch immer man einen Cotton Club auf dieser Welt besucht – die unverwechselbare wundervolle Stimmung der Live-Musik und die kulinarischen Genüsse werden jedem Besucher in ewiger Erinnerung bleiben.